Strahlenschutz muss sein – aber nicht langweilig

Alle gesetzlich geforderten und staatlich reglementierten Kurse zum Erwerb oder Erhalt von Kenntnissen sowie von Fachkunden im Strahlenschutz bestehen aus

  • e-Learning und
  • einer Präsenzphase.

Kurse ohne staatliche Vorgaben können zu 100 % aus e-Learning bestehen.

e-Learning

Das e-Learning erfolgt auf dem Lernportal der ccm-Campus®. Dazu erhalten Sie individuelle Zugangsdaten.

Die Primärvermittlung der Lerninhalte erfolgt bei unseren Kursen mit Hilfe von Wissenschaftsfilmen. Szenen aus dem Alltag, 3D-Animationen und Moderationen im Studio sollen das Lernen nicht nur spannend und unterhaltsam machen, sondern auch anschaulich und praxisnah. Zugleich sind die Filme methodisch hilfreich: Sie können jederzeit angehalten und so oft angeschaut werden, wie es der Einzelne wünscht.

Neben Pflichtfilmen stehen zusätzlich fakultative Filme bereit. Sie bieten weiterführende und vertiefende Inhalte, die zu einem besseren Gesamtverständnis beitragen sollen.

In den großen Kursen von 20 und mehr Unterrichtsstunden werden Sie ggf. gebeten, zusätzlich ein Thema im Selbststudium zu bearbeiten. Dabei geht es in der Regel um den Transfer zuvor erworbenen theoretischen Wissens in die Praxis.

Im Anschluss an die Filme und das Selbststudium stehen in jedem Modul Multiple-Choice-Fragen zur Vertiefung des Gelernten auf dem Programm. Auch bei den Fragen wird zwischen Pflichtfragen und fakultativen Fragen unterschieden. Nach elektronischer Abgabe Ihrer Antworten erhalten Sie zu jeder Frage ein qualifiziertes Feedback. Wie oft sie die Fragen durcharbeiten und mit welchem Ergebnis sie abschließen, ist Ihnen freigestellt. Die Online-Phase muss insofern nicht „bestanden“ werden.

Sofern Ihnen einzelne Begriffe unklar sind oder Sie im Rahmen unseres Kurses Fragen haben, die sie nicht durch die Filme und die Erläuterungen zu den Übungen beantworten können, so nutzen Sie bitte das zum Kurs gehörige und mit den üblichen Suchfunktionen ausgestattete Strahlenschutz-Glossar. Ohnehin im Internet unterwegs werden Sie natürlich auch auf vielen anderen Seiten fündig. Und sollte doch noch etwas unklar bleiben, stehen wir Ihnen in der Präsenzphase oder vorher gerne auch individuell zur Verfügung!

Die Onlinephase ist zwingende Voraussetzung für die Teilnahme an der Präsenzphase und gilt dann als abgeschlossen, wenn alle Pflichtteile bearbeitet sind. Zum Nachweis erhalten Sie ein vorläufiges PDF-Abschlusszertifikat. Dieses drucken Sie bitte aus und legen es bei der Präsenzphase vor.

Die Länge der Online-Phase richtet sich nach der Kurslänge. Die Onlinephase beträgt 50 % der Gesamtdauer des Kurses. Insofern muss der Teilnehmer beim Kurs zur Aktualisierung der Fachkunde nach RöV, der eine vorgeschriebene Länge von 8 Unterrichtsstunden hat, bei einer 50 %-igen Onlinephase 3 Stunden für das e-Learning einplanen. Bei einem Grundkurs von 24 Unterrichtsstunden Gesamtlänge sind es bei 50 %-iger Onlinephase mindestens 9 Stunden. Hinzu kommt eventuell ein Mehrbedarf durch die Wiederholung von Filmen oder Filmausschnitten, durch den Einsatz des Glossars oder durch das Bearbeiten fakultativer Inhalte.

Präsenzphase

Bei den gesetzlich vorgeschriebenen und staatlich reglementierten Strahlenschutzkursen ist die Präsenzphase zum Abschluss des Kurses obligatorisch. Die Einschreibung zu einer Präsenzveranstaltung geschieht online in unserem Lernportal.

Die Präsenzphase ist eine gemeinsame Zeit, die vom vorherigen e-Learning profitiert. Immerhin sind alle Teilnehmer gleichermaßen inhaltlich vorbereitet. Somit ist ihr Wissensstand zumindest ähnlich. Diese Situation ermöglicht einen Präsenzunterricht, der sonst so nicht möglich wäre. Natürlich bietet auch die Präsenzphase Zeit für Fragen, die Wiederholung und die Diskussion. Doch gerade aufgrund der intensiven Vorbildung der Teilnehmer kann viel eher die Brücke zur Praxis geschlagen werden.

Ein wesentlicher Aspekt ist aber auch in dieser Lernphase die Aktivierung der Teilnehmer. Gerade dadurch, dass das Faktenwissen mit dem e-Learning abgeschlossen werden kann, kann auf Vorträge und ermüdende Monologe der Dozenten verzichtet werden. Stattdessen ist es gerade bei den großen Kursen möglich, die Teilnehmer mit praxisrelevanten Gruppenarbeiten aktiv einzubeziehen und den Strahlenschutz in seiner Gesamtheit zu betrachten. Die gemeinsame Bearbeitung von Themen soll einen umfassenderen Blick und die Analyse- sowie Problemlösungskompetenz der Teilnehmer stärken – und zugleich Spaß machen.

Für das Ende der Präsenzphase ist eine schriftliche Multiple-Choice-Prüfung vorgeschrieben. Hierauf sind die Teilnehmer durch die Übungsfragen im Online-Teil in der Regel bestens vorbereitet.

Prüfungsordnung

Bei den gesetzlich vorgeschriebenen und staatlich reglementierten Strahlenschutzkursen ist die Durchführung einer Prüfung vorgeschrieben. Dazu muss die Onlinephase abgeschlossen und der Teilnehmer die gesamte Präsenzphase besucht haben.

Zur Prüfung werden Multiple-Choice-Fragen mit vier Aussagen gestellt, von denen jeweils eine richtig oder falsch ist.

Die Anzahl der Prüfungsfragen variiert bei den Kursen. Die Prüfungssimulation am Ende des Onlineteils eines jeden Kurses stimmt mit der Anzahl der Fragen überein, die in der Prüfung am Ende der Präsenzphase gestellt werden.

Zum Bestehen der Prüfung müssen mindestens 70 % der Fragen richtig beantwortet sein.

Bei Nichtbestehen eines Teilnehmers kann ergänzend ein Fachgespräch mit 2 Fachprüfern durchgeführt werden. Wenn diese ein ausreichendes Wissen testieren, gilt der Kurs ebenfalls als erfolgreich abgeschlossen.